Erotischer Adventskalender – der Test – Tag 2

Der Tag verging wie im Flug, da um diese Jahreszeit immer viel los ist, dort wo ich arbeite. Endjahresgeschäft – und die Menschen erledigen all das, was sie in den letzten elf Monaten vor sich hergeschoben haben und nun noch vom Tisch haben möchten. Na ja, mir soll es recht sein, so ist jeweils ganz schnell Abend und das zweite Törchen kann endlich geöffnet werden!

Zuerst noch brav mit der ganzen Familie zu Abend gegessen, etwas aufgeräumt und nachdem die Kleine ins Bett gegangen ist, geht’s ab ins – und dann im – Schlafzimmer. Kleiner Einschub: Nachdem die Kleine „gegangen ist“? Nope, nicht wirklich, die Süsse ist 9 Jahre alt – da wird nicht „selber gegangen“ – da wird „gegangen werden“ und zwar mit den Worten: „Lisa, es ist Zeit, ins Bett zu gehen. Nein, du verpasst heute wirklich nichts mehr, glaub mir (Ja, Kind, glaub mir wirklich! :-)). Und wenn die Gutenachtgeschichte fertig erzählt ist, musst du schlafen, damit du morgen in der Schule wieder fröhlich lernen darfst.“ Nachdem ich mich vergewissert habe, dass sie schläft, mache auch ich mich in Richtung Schlafzimmer auf.

Dort wartet bereits mein Mann mit dem ungeöffneten Schächtelchen. Was sich wohl darin versteckt? Nicht lange fackeln, aufmachen!

O je, nicht so etwas, ach nein, bitte nicht … Das „Ding“ kennen wir bereits … Und wie ihr richtig vermutet, haben wir keine guten Erinnerungen daran … Ja nu, geben wir ihm also noch eine Chance, vielleicht ist es ja begabter als sein Vorgänger … Und leiser … Und weniger schmerzhaft …

Es ist ein „vibrierender Penisring“! Immerhin steht „Deluxe“ auf der Verpackung vermerkt, das lässt mich doch etwas hoffen … Die Gedanken an das letzte Mal (Jahre zuvor hatten wir – sprich, ich hatte das Gefühl, ui, sieht interessant aus, los, das probieren wir aus – bereits das Vergnügen und waren nicht begeistert) lassen wir nun mal aussen vor und probieren es einfach nochmals aus. Ist ja auch nicht vom gleichen Hersteller, also los!

Die Batterien, die netterweise mitgeliefert werden, werden in ein kleines „Röllchen“ eingesetzt und dieses wird in der Seitenöffnung verstaut. Muss meinem Mann ein „Kränzchen“ winden, dass er trotz der schlechten Erfahrung des letzten Mals den kleinen Peter dazu überreden konnte, nochmals mitzumachen – nein, mein Schatz, wenn du das liest, es ist natürlich kein „kleiner“ Peter, denn sonst hättest du ja auch nicht erlebt, was es heisst, einen gequetschten Penis zu haben – so, jetzt wisst ihr, was uns doch etwas von diesem Vorhaben abhält. Der Ring wird also „montiert“, sprich über den Penis gestülpt und in die richtige Position gebracht. Er ist nämlich nicht nur ein vibrierender Plastikring, sondern beinhaltet auch einen Klitorisstimulierer, der ein bisschen wie ein kleiner Hammer aussieht. Dann bin ich mal gespannt, was der „Hammer“ so kann …

Nichts! Er kann nichts! Er stört auch nicht, aber er kann auch nichts! Vibriert etwas in der Gegend herum, aber meine Klitoris, für die er ja eigentlich gedacht wäre, denkt sich wohl, ja, komm du nur, denn ich komme so nicht … Das ist wohl das erste Problem: Anatomisch scheine ich so gebaut zu sein, dass es nicht möglich ist, mit dem „Hammer“ meinen kleine Knospe zu treffen. Egal, wie wir es probiert haben. Nix geht.

Nächstes Problem: Da der gesamte Penis fröhlich herumvibriert, hatte ich das Gefühl, dass ich ihn während des Akts gar nicht gespürt habe. Wie man fühlt, dass man nichts fühlt? Berechtigte Frage! Ich habe das Surren gehört, die kleinen Vibrationen von Zeit zu Zeit gespürt und das Stossen an sich war wie ausgeblendet. Interessante Erfahrung, definitiv, denn an sich haben wir nichts anderes gemacht, als sonst auch. Aber es scheint, dass das Vibrieren meine Mumu total abgelenkt hat. Vielleicht besteht aber auch wieder das gestern beschriebene Problem: Dass ich mich zu fest darauf konzentriert habe und so das eigentliche Erlebnis nicht geniessen kann?

Ich frage mich, wie denn der Klitorisstimulierer seine Wirkung entfalten soll, wenn man, so wie ich es vom Liebesakt her kenne, Rein-und-Raus-Bewegungen praktiziert? Wenn der kleine „Hammer“ auf der Klitoris aufliegen kann, kann er seinen Dienst verrichten, aber wenn er immer wieder abhauen muss? Hhmm…

Oder ist vielleicht die Creme von gestern schuld, die wir heute gleich wieder verwendet haben? Wirkt sie bei mir als „Liebestöterin“ und nicht als „Orgasmusverstärkerin“?

Meine letzte Theorie ist, dass die Vibration vielleicht zu schwach ist für mich als anscheinend total „Unsensible“. Wir haben also meinen kleinen silbernen Vibrator aus der Schublade geholt und innert Sekunden hat er zuverlässig seinen Dienst mit Erfolgszertifikat verrichtet. Die Creme war also nicht schuld, die Vibration war wohl wirklich für mich zu schwach *grübelgrübel*. Frei nach dem Motto eines Fischtablettenherstellers: Ist er zu schwach, bist zu stark? Oder ging das doch anders herum? 😉

Wer noch am Wort „Fischtablettenhersteller“ herumstudiert, soll sich doch auch gleich fragen: Wieso haben die Fischermänner Freunde? Und welche Fische sind eigentlich gemeint? 🙂

By the way: Der Ring sei angenehm zu tragen und diesmal auch nicht zu eng wie der Kollege vom letzen Mal. Er ist auch deutlich leiser und hat eine gute Passform und verrutscht auch nicht. Weiters soll er auch dazu dienen, die Errektion länger halten zu können. War in unserem Fall ja nicht nötig, da die obigen Erfahrungen keine „Verlängerung“ nötig machten für mich als Liebesspielerin. 🙂

 

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