Erotischer Adventskalender – der Test – Tag 8

Fantasie ist etwas Schönes … Sie gehört niemandem und doch besitzt sie jeder …

Was geht in eurem Kopfkino ab, wenn ihr obiges Bild betrachtet? Denkt ihr ganz profan daran, dass im heutigen Türcheninhalt wohl ein „Netzanzug“ versteckt ist oder sausen bereits Vorstellungen wild im Kopf herum, wie sich dieser Bodystocking wohl anfühlt auf der Haut, wie er sich an einen Körper anschmiegt, wie praktisch er wohl ist, wie er wohl an euch oder an eurer Freundin aussieht oder habt ihr ganz andere Gedanken bei diesem Anblick?

Heute Morgen ist ein ganz ähnliches Modell hinter dem Türchen mit der Nummer 8 versteckt. Es hat grössere Löcher, sprich ist grossmaschiger. Mit arger Skepsis halte ich das etwas verdrehte, wurstähnliche Teil in meinen Händen und denke mir, oje, ob das an mir wohl auch nur annähernd so gut aussieht wie bei der netten Dame auf dem beigelegten Foto? Ich entwirre den schwarzen Bodystocking und bin erstaunt, wie weich er sich anfühlt. Hhmm … Es ist zwar erst morgens, aber ich beschliesse, dass ich ihn bereits jetzt schon anziehe und auch so zur Arbeit gehe. Natürlich mit etwas darüber …

Ich schlüpfe also in das neue Teil und erwarte, dass ich aussehe, wie wenn eine Wurst sich ein paar Schnüre umgebunden hat und darauf wartet, dass sie der Metzger auf den Haken hängt. Da ich keine Modelmasse besitze, erstaunt es mich nun wirklich sehr, dass dieser Netzanzug an mir doch sehr gut aussieht. Wie macht er das bloss? Natürlich sind die netten Reserve-Pölsterchen auch jetzt noch zu sehen, doch durch das weiche Material und die einzelnen, fast samtig anmutenden Stofflinien, die überhaupt nicht einschneiden, wirkt alles sehr stimmig! Ich fühle mich sexy und absolut grossartig!

Nun kann mein Tag beginnen und ich fahre wie jeden Morgen zur Arbeit. Unter meinem normalen Büro-Outfit (schwarze Bundfaltenhose, dunkelblaue Bluse, schwarze gefütterte Winterboots) den verführerischen Bodystocking „montiert“, steige ich ins Zugabteil und tatsächlich rutscht sogleich ein Mann einen Platz nach rechts, damit ich mich neben ihn setzen kann. Okay? Das hat es noch nie gegeben und ich bin sehr verwundert. Schüchtern lächelt er mich an und ich bedanke mich artig bei ihm. Während der Arbeit – ich bin bei einem Telekommunikationsanbieter im Call-Center beschäftigt und bearbeite telefonische Reklamationen etc. – konzentriere ich mich auf die jeweiligen eingehenden Fälle und heute sind alle Anrufer und Anruferinnen sehr schnell besänftigt und keiner ist wirklich böse oder wird ausfällig. Hhmm …

Zwischendurch muss eine Frau ja auch mal das stille Örtchen besuchen und da denke ich kurz, hey, probiere es aus, vielleicht schaffst du es, durch das Loch hindurch zu pinkeln. Aber diese „mutige Idee“ lasse ich dann doch lieber sein und ziehe den Bodystocking ganz hinunter und betrachte amüsiert die Streifen auf meinem Körper, die als Andenken kurz auf der Haut bleiben.

Die Mittagspause verläuft ähnlich interessant wie bereits meine morgendliche Zugfahrt. Kollegen, die bis anhin nur knapp den Kopf zur Begrüssung hoben, laden mich tatsächlich zum anschliessenden Kaffee ein und zeigen sich sehr interessiert an mir und meinem Leben …

Abends gehe ich noch kurz einkaufen und auch hier: Der quirlige Metzger strahlt mich wie ein Honigkuchenpferd an und verwickelt mich in ein faszinierendes Gespräch über Rindsrouladen und deren mannigfaltige Zubereitungsweisen.

Himmel, was ist denn heute los? Hat mir der Bodystocking eine komplett neue Aura verpasst? Habe ich seit heute Morgen eine Ausstrahlung, die mich unbesiegbar macht und ich so Wonderwoman locker den Rang ablaufen kann? Ich weiss es nicht. Fakt ist, dass ich einen Tag erlebt habe, der die Prädikate „erfolgreich, grossartig, stärkend“ und viele weitere Attribute definitiv verdient hat und ich abends so zufrieden bin, dass auch mein Mann verwundert fragt, was denn heute anders ist an mir, ob ich beim Frisör gewesen sei? Nope, mein Lieber, und ich verrate es dir auch nicht, es ist ganz allein mein Geheimnis …

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