Erotischer Adventskalender – der Test – Tag 11

365 Tage/Nächte lang Sex. Das geistert mir heute durch den Kopf. Vor ein paar Jahren gab es doch mal ein Buch oder einen Bericht über ein Pärchen, dass dies ein Jahr lang erlebt/durchlebt hat. Ich will mehr darüber wissen und frage meinen Kollegen Google.

Zuerst erscheint ein kleiner Bericht über eine Bloggerin, die das erst vor Kurzem vollzogen hat. Das war zwar nicht das, was ich gesucht habe, aber egal. Ich lese, dass es zwar zu Beginn eine Überwindung gewesen sei, sich jeden Tag zum Sex zu zwingen, wenn sie doch lieber „im Bett liegen, die Tonight Show schauen und Müsli essen wollte“. Doch mit der Zeit – so erzählt es Gibbons – begann sie wieder, den Sex zu genießen. „Mit Liebe geladene Gefühle krochen aus dem Schlafzimmer – oder in unserem Fall dem Wäscheraum, dem Schrank oder der Garage – und in unseren Alltag.“ Sie und ihr Mann seien wieder romantischer miteinander umgegangen, berührten sich im Vorbeigehen an den Armen und küssten sich innig und lang zum Abschied. „Unsere Beziehung war stärker und besser, als unsere Intimität aufblühte.“ Quelle: https://www.stern.de/fotografie/akt/brittany-gibbons–diese-frau-hatte-365-tage-sex—und-fuehlt-sich-wieder-begehrenswert-7083440.html

Ich suche weiter und finde einen Artikel über ein „Kunstprojekt“ eines Armeniers, der im September 2015 davon erzählt, dass er 365 Tage hintereinander jeden Tag mit einem anderen Mann Sex gehabt hat. Sehr spannend, aber auch nicht das, was ich suche. Quelle: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/sex-projekt-save-the-date-von-mischa-badasyan-365-tage-365-maenner-a-1051426.html

Ah, jetzt, gefunden: „365 Nights“ von Charla Muller. Eine Amerikanerin, die ihrem Mann zum Geburtstag 1 Jahr lang jeden Tag Sex schenkt! Die Regeln: 1. Nur im Fall einer schweren Erkrankung entfällt der tägliche Beischlaf – Kopfweh und Müdigkeit gelten nicht als schwere Erkrankung. 2. Abwesenheit schützt nicht vor Sex – wenn ihr Mann auf Geschäftsreise ist, darf er die entgangenen Termine nachfordern. 3. Beide Partner müssen wach sein. Das nüchterne Resümee von ihr: „Täglicher Sex ist anstrengend: Man braucht Durchhaltevermögen, Geduld, Körperpflege und eine Arbeitsmoral, von der ich nicht wusste, dass ich sie überhaupt besitze.“ Am ersten Tag danach fühlt sie sich „übersprudelnd vor Glück, dass ich an diesem Tag keinen Sex haben musste“.Trotzdem: Die täglichen intimen Momente haben sie einander näher gebracht, sagte das Paar in der Oprah-Winfrey-Show, der berühmtesten Talk-show der USA. Die jährliche Sex-Frequenz der Mullers hat sich inzwischen bei circa 66 eingependelt. Das ist amerikanischer Ehe-Durchschnitt. Und drei Mal so oft wie vor dem verrückten Jahr – Quelle: https://www.berliner-kurier.de/21534170 ©2017

Bericht 1 und Bericht 3 decken sich ja nicht wirklich – nun bin ich umso gespannter, wie denn das Resümee unserer 24 Tage aussehen wird!

Heute wäre ja Tag zwei der „Ich-darf-mich-von-meinem-Mann-überraschen-lassen“-Anweisung, doch ich bin irgendwie zu „selbstbestimmt aufgeheizt“ und frage ihn, ob er nicht lieber morgen „dran wäre“. Das sei kein Problem, sagt er, und ich freue mich darauf, den kleinen Fingervibrator auszuprobieren, den ich heute Morgen im Schächtelchen entdeckt habe. Er wolle eh Fussball schauen, so sei das also absolut prima.

„Ich gehe noch etwas lesen“, verabschiede ich mich abends von meinem Liebsten, der sich gebannt das „wichtige“ Fussballspiel im TV ansieht und schleiche mich ins Bett. Warum ich schleiche, weiss ich eigentlich auch nicht, aber ich habe das Gefühl, ich mache etwas Verbotenes. So schnappe ich mir den dunkelgrünen Fingerling und stülpe ihn über. Leise und sanft vibriert er an meinem Finger und ich denke schon, okay, das kann ja nichts werden mit dieser „Kraft“, da ich an den Penisring zurückdenken musste, der ja bei mir keinerlei Freude ausgelöst hat. Nun gut, wenn wir schon mal dabei sind, geben wir ihm doch eine Chance! Ich versuche also, meinen Finger klitorisnah zu positionieren und etwas Druck auszuüben. Diese Taktik funktioniert bei meinem silbrigen Vibrator jeweils sehr gut und führt mich immer innert Sekunden zum Ziel. Doch das Fingerding löst so keine grossen Emotionen aus … Hhm … Also doch wie der Penisring zu schwach oder ich bin zu unsensibel!

Als ich den Finger wieder ausser Reichweite bringen wollte, blieb ich noch eine kleine Sekunde ganz nah bei meiner Klitoris und berührte sie fast nicht. Aber doch ein bisschen, sodass ich meine kleine Liebesknospe das Vibrieren spüren lassen konnte. Oh, welch Wonne! Jetzt habe ich den Dreh raus! Wenn das Gadget also zu „schwach vibriert“, dann muss ich es auch „schwach entfernt“ einsetzen. Die Erfahrungen mit meinem alten, silbrigen Kollegen darf ich also nicht auf alle vibrierenden Freunde übertragen. Das sich Entfernen vom Lustpunkt bringt mich also so dem Höhepunkt näher und schlussendlich setzt so auch die zielführende Wirkung ein. Spannende Erkenntnis.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s