Erotischer Adventskalender – der Test – Tag 13

Wie kann es sein, dass der Wunsch nach Nähe, Intimität und Berührungen zunimmt, je mehr man davon „intus“ hat? Ist es ähnlich einer Sucht, die, sobald der Rausch nachlässt, danach schreit, mehr von diesem glückseligmachenden Cocktail zu bekommen? Und ist dies alles verwerflich und es ist angezeigt, sich bei einem Suchtberater zu melden?

Fragen über Fragen, die sich mir stellen und denen ich mich stellen muss. Muss ich? Nope, habe soeben entschieden, dass ich nicht muss.

Die Halbzeit ist bereits hinter uns und wir stellen fest, dass das Verlangen nach einander von beiden Seiten gestiegen ist. Ganz ehrlich, wer hätte das gedacht? Ich auf jeden Fall als Letzte, denn wenn man mich anfangs des Experiments gefragt hätte, was ich denke, wie es wohl verlaufen wird, hätte meine Antwort gelautet: Wir haben „uns“ schnell satt und Erotik/Sex wird zur täglichen Pflicht. Dass daraus eine Kür werden würde, hätte ich nicht geglaubt! Auch wenn man die ersten Blogposts liest, sind deutlich die Zweifel und erste Erschöpfungsmerkmale herauszulesen, die darauf schliessen lassen, dass wir das Experiment nicht freudig beenden werden.

War es nur die anfängliche Umgewöhnung an/durch etwas Neues? Dass der Mensch sich ja allgemein schwertut, sich neuen Sachen gegenüber zu öffnen oder neue Gewohnheiten in sein Leben zu lassen, ist bekannt. Und den alten Lastern abzuschwören, ist noch viel schwerer.

So auch zu finden im Bericht von „Spiegel-Online“:

„Etwas einfacher, als eine alte Gewohnheit abzulegen, ist es, eine neue zu etablieren. Sich im Auto anzuschnallen oder den Teller nach dem Essen in die Spüle zu stellen – an solche wenig komplexen Tätigkeiten gewöhnt man sich schnell. Andere, wie regelmäßig Sport zu treiben, sind aufwendiger. Das Erfolgsrezept: Das gewünschte Verhalten muss mit einem deutlichen Auslösereiz gekoppelt und dann durch Belohnung verstärkt werden.

Frühsportler etwa können sich die Laufschuhe direkt neben das Bett stellen und sie gleich nach dem Aufstehen anziehen. „Am Anfang muss das ganz bewusst gemacht werden“, sagt Julia Thurn. Die Sportwissenschaftlerin promoviert an der Universität Stuttgart zu Gewohnheitsstärke und körperlicher Aktivität. Ziel sei, dass unser Gehirn das Aufstehen und Sehen der Laufschuhe mit dem Joggen verknüpft und wir daraufhin automatisch handeln. Das klappt allerdings nur, wenn es gelingt, ein Verlangen zu erzeugen, und dafür braucht es eine gute Belohnung. Die schwammige Aussicht, irgendwann schlanker zu werden, reicht nicht. Der Lohn muss konkret und direkt sein, wie zum Beispiel ein schönes Frühstück.“

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/bewegungsforschung-der-mensch-ist-ein-gewohnheitstier-a-557715.html

Als Belohnung bekommen wir dank des bewussten Einsatzes des Kalenders eine schönere, sehnsuchtsvollere, leidenschaftlichere, intensivere und liebevollere Beziehung. Grandios!

Mit diesen Gedanken schlüpfe ich in den „Netzanzug“, der vor ein paar Tagen in einem Schächtelchen versteckt war und von dem mein Mann noch nichts mitbekommen hat. Falsch, er hat es sehr wohl mitbekommen, da er meinen Blog gelesen hat … Das kommt mir sehr entgegen, da ich weiss, wie gespannt er darauf ist, mich in diesem Bodystocking zu sehen.

Ich öffne das Schlafzimmer und stehe nur mit dem Bodysuit bekleidet in der Tür. Als mich mein Mann bemerkt, wirkt er zuerst etwas irritiert und erschrocken, doch innert Sekunden legt er sein Buch zur Seite und blickt mich erwartungsvoll an. „Wow“, flüstert er und ich spüre, wie ich rot werde und das Kribbeln zwischen meinen Beinen stärker wird … Langsam bewege ich mich auf ihn zu und ziehe die Decke von seinem Körper weg … Ich sehe, dass das „Wow“ wohl einstimmig ist und setze mich auf seinen Schoss … Sanft küsse ich ihn auf die Lippen und lasse ihn meine Zunge spüren … Schon spüre ich seine Hand auf meinem Körper, wie sie sich durch die neuen Zonen bewegt und den Linien entlangstreicht, die die Grenzen des jeweiligen kleinen Bereichs bilden … Dankbar nimmt meine Mumu seinen Penis durch eine meiner „Zonen“ in sich auf und nach ein paar Stössen ist mein Liebster dem siebten Himmel nah …

Yeppa, das Liebesspiel dauerte nicht lange, dafür war die Lust wohl zu gross. Und doch war es schön und intensiv und das Verlangen nach mehr wird von Mal zu Mal grösser.

Vielen Dank, lieber Adventskalender, ich freue mich auf die nächsten Tage.

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2 Kommentare zu „Erotischer Adventskalender – der Test – Tag 13

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